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Veganismus und Tierrechte

Offenbar stellt nur die innerartliche Aggression viele Menschen vor bewegende moralische Konflikte. Die zwischenartliche Aggression wird meist als selbstverständlich hingenommen. Zeugt dies von einer doppelten oder verlogenen Moral, wie sie auch beim Tierumgang an sich deutlich wird? Einige "auserwählte" Tiere werden geliebt und gehätschelt, Millionen andere gequält, misshandelt, umgebracht und aufgefressen. Sind unsere Menschenrechte eine genauso scheinheilige gesellschaftliche Konvention? Das Prinzip der gleichen moralischen Berücksichtigung aller Menschen lässt sich nicht konsistent vom gesamten Tierreich abgrenzen. Kein einziges ethisch relevantes Merkmal verläuft strikt entlang der Speziesgrenze und trennt alle Menschen von allen nicht-menschlichen Tieren. Was rechtfertigt also den rücksichtslosen Umgang mit anderen fühlenden Tieren?
Tiere sind nicht »rechtsfähig«, sie haben (wie z.B. auch menschliche Kleinkinder) keine Stimme, mit der sie sich Gehör verschaffen und ihre Rechte verteidigen könnten. Doch darf man daraus schließen, dass wir Tieren gegenüber keine Pflichten haben? Die Kategorie Recht wurde vor allem zum Schutz von Schwächeren eingeführt, Grundrechte dürfen also nicht von Fähigkeiten und Pflichten abhängen! Und wie ist es zu rechtfertigen, dass die Ökosysteme unseres Planeten der zügellosen Lebensweise und hemmungslosen Vermehrung der Menschen zum Opfer fallen? Worauf baut der Mensch die Berechtigung zu einer solchen Ausbeutung seiner Umwelt, zur systematischen Tierversklavung und -ermordung aus niedrigen Beweggründen (Gaumenkitzel, modische Luxusartikel etc.) und rücksichtslosen Zerstörung der natürlichen Biotope?
Der herkömmliche Denkansatz stellt den Menschen in den Mittelpunkt allen Interesses (Anthropozentrismus), das Wohl und die Existenzberechtigung aller anderen Lebewesen finden nur im Hinblick auf ihren Nutzeffekt für den Menschen Beachtung. So gewinnt auch der Naturschutz vorwiegend nur an Bedeutung, weil die fortschreitende Vernichtung der Natur die Lebensqualität der Menschen in Mitleidenschaft zieht.

Pflanzen verfügen über kein komplexes Nervensystem oder vergleichbar komplexe signalverarbeitende Strukturen irgendeiner Art und können somit weder Schmerzen empfinden noch bewußt Lebensinteressen verfolgen. Die Produktion von Nahrungsmitteln aus Pflanzen ist also ethisch unbedenklich. In der Präambel unseres Tier"schutz"gesetzes heißt es, sein Zweck sei, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als "Mitgeschöpf" dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Eine unmoralische Handlung ist nicht durch einen Gewinn oder Vorteilserhalt legitimierbar. Dies unterscheidet Ethik vom Nutzdenken. Leider erlauben aber juristisch eingebaute Gesetzeslücken fast jede Art der wirtschaftlichen Ausbeutung von Tieren!
Das abendländische Verständnis im Umgang mit Tieren basiert auf dem römischen Recht, in dem Tiere als bloße Sachen angesehen wurden und dem darauf gewachsenen narzisstischen Weltbild des Christentums, nach welchem ein ominöser Gott die Tiere dem Menschen zur freien Verfügung unterstellt hat und welches den Menschen als Krone der Schöpfung ganz aus dem Tierreich heraushebt. So ist nach Leo Tolstoi Vegetarismus die erste und natürlichste Folge der Aufklärung!
Auch das heutige Recht basiert auf den überlieferten römischen Rechtsregeln. So sind nach Bürgerlichem Recht Tiere nicht rechtsfähig und können somit nicht Träger von Rechten und Pflichten sein. Menschen sind dies jedoch mit vollendeter Geburt. Bis 1990 galten Tiere im BGB als Sachen (§§ 90), auch heute werden sie in diesem noch als solche behandelt!

Wissenschaftliche Betrachtungen, nach denen moralische Werte eine Illusion sind, sind eine Illusion: das Wissen der Wissenschaft besteht einzig im Verhalten formaler Modelle. Die Probleme des Lebens sind nicht allein mit den Methoden der Wissenschaft behandelbar, es gibt keine vollständig formale Theorie des Lebens höherentwickelter Tiere. Deshalb brauchen wir Demokratie und Marktwirtschaft auf einer soliden ethischen Grundlage. So haben auch reduktionistische ethologische Betrachtungen tierlichen, wie menschlichen Verhaltens nur beschreibenden Charakter und sind nicht unkritisch mit ethisch relevanten Wesensfragen zu verbinden!

Wäre das Abschlachten von Menschen erlaubt, könnte dies auch auf das eigene Leben zurückfallen. Beängstigend, oder? So erkennt der Neurologie Professor Antonio Damasio das Grundprinzip unseres Immunsystems auch hinter den Menschenrechten. Wir sind unfähig und unwillens die grundlegenden Mechanismen unseres Lebens in Frage zu stellen und drängen auf deren allgemeine Achtung. Wie kann sich ein Mensch dann anmaßen, die ganz ähnlichen Lebensansprüche anderer höherer Wirbeltiere gewaltsam zu übergehen?

Es ist unstrittig, dass höhere Tiere mit einem komplexen Zentralnervensystem leidensfähig sind. Wenn es des zugefügten Schmerzes wegen falsch sein soll, einen Menschen zu quälen, dann kann die moralische Relevanz des Leids der durch Menschen gequälten Tiere nicht ignoriert werden. Und welche Fähigkeiten und Eigenschaften ein Tier neben der Leidensfähigkeit sonst noch hat, ist für das Schmerzempfinden irrelevant! Warum wird also tierliches Leid weniger wichtig genommen, als menschliches?

Oft werden aus dem komplexen Verhaltensspektrum der Tiere nur die Aspekte herausgegriffen, die menschlichen Neigungen entsprechen. Anstatt sich an den überwiegenden symbiotischen Verhaltensweisen zu orientieren, wird tötendes Verhalten als natürlich erklärt. Verschwiegen wird dabei aber meist, wie unnatürlich das menschliche Töten ist: nur sie haben die Wahl und töten aus Gier, Lust oder Frustration.

Im Gegensatz zu beutegreifenden Tieren wissen Menschen, was sie tun, und sind dafür verantwortlich zu machen!

   

"Das Töten von Menschen außerhalb des Krieges wird unter allen gewöhnlich begangenen Verbrechen für das schwerwiegendste angesehen. Das einzige, was unsere Kultur noch strenger verbietet, ist das Essen von Menschen (selbst wenn sie bereits tot sind) ... Ein menschlicher Fötus, mit nicht mehr menschlichen Gefühlen als eine Amöbe, erfreut sich einer Achtung, und eines gesetzlichen Schutzes, die weit über das hinausgehen, was einem ausgewachsenen Schimpansen zugestanden wird. Doch der Schimpanse fühlt und denkt und ist ... möglicherweise sogar in der Lage, eine Art menschliche Sprache zu erlernen. Der Fötus gehört unserer eigenen Art an und bekommt daher sofort besondere Privilegien und Rechte zuerkannt. Ob sich die Ethik des "Speziesismus", um Richard Ryders Ausdruck zu benutzen, auf eine solidere logische Basis stellen läßt als die des Rassismus, weiß ich nicht. Was ich aber sicher weiß, ist, dass sie in der Evolutionsbiologie eigentlich keine Basis hat." Richard Dawkins - Zoologie Prof., Evolutionstheoretiker

Keine andere Tierart hat je Philosophen, Politiker u.ä. hervorgebracht, dennoch benutzen diese ihren überlegenden Intellekt vorwiegend, um spitzfindige Argumentationen zu konstruieren, welche die systematische Quälerei und Ermordung von Tieren zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse legitimieren sollen, anstatt konsequenterweise jede Form von Quälerei und Ausbeutung zu stoppen. Die akademische Philosophie wetzt ihre Messer mit dem Schlachtruf »Wir sind absolut besser als die Tiere, weil wir die Fähigkeit haben, auf ihre Interessen Rücksicht zu nehmen; also nehmen wir sie nicht!«

Alle Säugetiere können wie wir Schmerzen empfinden und leiden, besitzen einen Lebenswillen und sinnliches Bewusstsein (sie träumen z.B. alle in REM-Phasen). Viele Tiere können tiefe Trauer empfinden und Freundschaften aufbauen. Nicht nur Menschen, sondern auch andere höhere Säugetiere sind auf Zuneigung im Säuglingsalter angewiesen. So profitieren z.B. auch Rattenjunge ein Leben lang davon, wenn sie nach ihrer Geburt viel Fürsorge erfahren.

Gehirn

Viele Forschungsprojekte über das tierliche und menschliche Hirn hatten das Ziel, eine biologische Grundlage für die Annahme zu finden, dass ein grundlegender Unterschied zwischen tierlichen und menschlichen Intelligenzformen besteht. Es kristallisierte sich jedoch keine eindeutige Unterscheidungsmöglichkeit heraus. Im Vergleich der Struktur und Funktion kam man zum Schluss, dass Menschen und Tiere "... bei weniger Dingen Unterschiede aufweisen, als wir denken würden. Überraschenderweise sind die Gemeinsamkeiten größer als die Unterschiede... Eine erstaunliche Übereinstimmung zwischen dem menschlichen und dem nicht-menschlichen Säugetierhirn liefern die elektrischen Aktivitätsmuster im Elektroenzephalogramm (EEG)... Was die Chemie des zentralen und endokrinen Nervensystems angeht, wissen wir, dass kein Unterschied im Aufbau zwischen Menschen und Tieren besteht. Die Biochemie bei physiologischen und emotionalen Zuständen (Stress und Sorge beispielsweise) unterscheiden sich kaum bei Mäusen und Menschen." (J.Robbins -> Fox, M.: "Returning to Eden", Viking Press 1980, S.10-11)

Das subjektive Erleben, bewusste Empfindungen von Gefühlen und das willentliche Streben nach Präferenzverwirklichung, ist bei höherentwickelten Tieren in gleicher weise evident, wie in bezug auf unsere Mitmenschen. Dementsprechend äussern sich dann auch Forscher, die das Verhalten vieler Tiere studiert haben, über das bewusste Erleben von Tieren. So etwa Charles Darwin "Die Tatsache, daß die Tiere durch die selben Gemütsbewegungen erregt werden wie wir, ist so sicher, daß es überflüssig ist, den Leser durch zu viele Einzelheiten zu ermüden.", Konrad Lorenz "Ein Mensch, der ein höheres Säugetier [..] wirklich genau kennt und nicht davon überzeugt wird, dass dieses Wesen ähnliches erlebt wie er selbst, ist psychisch abnorm und gehört in die psychiatrische Klinik, da eine Schwäche der Du-Evidenz ihn zu einem gemeingefährlichen Monstrum macht." oder Oskar Heinroth, Vater der Verhaltensforschung, welcher Tiere als "Gefühlsmenschen mit äußerst wenig Verstand" bezeichnete.

Vor allem in den letzten Jahren machten Verhaltensforscher Entdeckungen, die das Bild vom Tier als unbeteiligte Bio-Maschine zum Einsturz gebracht haben: Ratten lernen, vergiftete Köder zu erkennen, und geben dieses Wissen an nachfolgende Generationen weiter; Elefanten trauern um tote Artgenossen; es gibt sehr viele Hinweise darauf, dass Menschenaffen mindestens so intelligent sind wie vierjährige Kinder.

Schweine haben einen der höchsten gemessenen Intelligenzquotienten. Ihr I.Q. ist höher als der von Hunden. Entgegen ihrem schlechten öffentlichen Ansehen sind sie verspielte, empfindsame, freundliche Tiere, die gerne herumtoben, sich an Dingen reiben und freundschaftlichen Kontakt zu Menschen sehr schätzen.

Der gewaltsame Tod, der Tiere in der freien Wildbahn ereilt, erfolgt weitgehend schmerzlos. In plötzlicher Todesgefahr schüttet der Körper Endorphine aus, so bleibt verwundeten Tieren noch eine Chance zur Flucht. Beim langsamen industriellen Tod bleibt den Tieren von seinem Schrecken nichts erspart.

Das Leiden der Tiere

Tiermord

"Vor ihrer Schlachtung werden die Schweine geduscht. Aus jedem Winkel spritzt das Wasser auf sie ein, um den Gestank der Fabrik abzuwaschen... Die Arbeiter hinter ihnen zwingen die Schweine voran, bis sie schließlich eins nach dem anderen auf eine sich bewegene Rampe gelangen... Jetzt fangen sie an zu schreien... Ich möchte nichts überdramatisieren, da Sie all dies schon mal gelesen haben. Aber es war eine beängstigende Erfahrung, ihre Angst zu spüren und so viele von ihnen vorbeifahren zu sehen. Es erinnerte mich an Dinge, an die niemand mehr erinnert werden möchte, an Hysterien, Todesmärsche, Massenmord und Exekutionen..." (J.Robbins -> R.Rhodes in Harper's 3.1970)

Ein amerikanischer Journalist beschrieb Schlachthöfe als "... Infernos von ekelerregendem Gestank, riesigen Blutlachen und dem Schreien entsetzter Tiere."
Die Wechselrate der Arbeitskräfte in den Schlachtbetrieben ist die höchste aller Berufe in den USA. Etwa 50% der Tiere werden in den USA "koscher" geschlachtet, sie werden unbetäubt an den Hinterbeinen aufgehängt, bevor ihnen die Kehle durchgeschnitten wird.

Nach knapp vier Monaten Trächtigkeit werden hochtragende Säue in "Abferkelbuchten" zwischen enge Schutzbügel gezwängt, die Neugeborenen fallen auf kalten Boden. Die Sauen können sich nicht einmal umdrehen oder ihre Ferkel pflegen. Man will so erreichen, dass sie sich nicht auf die Ferkel legen können und diese dauernd säugen. Damit sich die Tiere später nicht gegenseitig die Schwänze abbeißen, werden diese in den ersten Lebenstagen abgeschnitten und die Eckzähne abgeschliffen. Männlichen Ferkeln wird nach 3 Lebenswochen bei vollem Bewußtsein der Hodensack aufgeschnitten und der Samenleiter mit einer Zange gekappt, um den Ebergeruch zu verhindern, der dem Verbraucher sonst den Braten vergällt. Die unter natürlichen Bedingungen 4 Monate bei der Mutter lebenden Ferkel werden nach einem Monat gewaltsam entwöhnt. Die Zuchtsauen werden nun erneut geschwängert und die Ferkel zu einem Vormaststall transportiert, wo sie in kleine Boxen auf Gitterrosten gesperrt werden. Transportstress, Trennung von der Mutter, Milchentzug und Umgebungswechsel überleben sie nur durch Medikamente.
Wenn die Tiere 30 kg wiegen, werden sie zum Endmastbetrieb transportiert. Hier werden die sozial hochentwickelten Tiere mit antibiotikahaltigen Leistungsförderern "schlachtreif" gemästet. In den folgenden 3,5 Monaten ihres kurzen Lebens stehen sie bei ständiger Dunkelheit in Boxen von einem Quadratmeter Größe auf kalten, nassen und kotverschmierten Spaltenböden aus Beton. Dabei atmen die Tiere, deren Geruchssinn ähnlich sensibel ist, wie der von Hunden, den unerträglichen Gestank der Ammoniakausdünstungen ihres eigenen Kots. Eintönigkeit und Enge führen häufig zu Verhaltensstörungen, so sitzen viele Schweine mit halb offenen Augen und gesenktem Kopf auf den Hinterschenkeln. Verhaltensforscher bezeichnen dies als Trauern. In Gruppenhaltung gefangene Schweine neigen zu Angriffslust und Kannibalismus.

In Deutschland werden jedes Jahr 40 Millionen Schweine geschlachtet. Die meisten von ihnen erblicken an ihrem Schlachttag das erste Mal das Licht der Welt. Über eine Million Schweine sterben bereits vor dem Eintreffen im Schlachthof - das Rohmaterial für Tierkörpermehl. Auf dem Weg zum Schlachthof können die Tiere kaum laufen, hier wird mit Metallhaken in Maul, Augen und After nachgeholfen.
Die Betäubung mittels Elektrozange hält etwa 30 Sekunden an. In dieser Zeit soll das Tier an den Hinterbeinen aufgehängt und mit einem Messer in die großen Blutgefässe im Halsbereich abgestochen werden, um dann kopfüber am Band hängend durch Ausbluten zu sterben. Jedoch kommt es unter dem Zeitdruck, der in der Todesmaschinerie am Fließband herrscht, öfter vor, dass die Schweine nur schlecht betäubt sind oder gar nicht abgestochen werden und erst im heißen Brühbad ertrinken. Zudem werden ihnen immer wieder unmittelbar nach dem Stich in den Hals, d.h. bei lebendigem Leibe, die Füße abgeschnitten. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat diese Zustände als die Realität auf deutschen Schlachthöfen beurteilt.
Veterinäre fanden bei fast der Hälfte der geschlachteten Tiere Muskelblutungen oder Knochenbrüche. Dies sind deutliche Indizien dafür, dass die Betäubung nicht angemessen war. Ist der betäubende Stromschlag zu stark, reißen Muskelfasern, Blut sickert ins Gewebe und die Fleischqualität sinkt. So sind viele Tiere nur gelähmt und zeigen sogar beim Ausbluten am Haken noch Schmerzreaktionen.

Drei Quadratmeter Stallfläche sind für ein Rind vorgeschrieben. In engen Boxen angebunden können sie sich noch nicht einmal hinlegen. Um Verletzungen zu vermeiden, werden den Jungtieren die Hörner aus dem Schädel gebrannt. 5 Millionen Rinder werden jedes Jahr in deutsche Schlachthöfe getrieben. Auch hier ein Bild des Grauens: abgebrochene, blutende Hörner, gebrochene Beine oder Hüften, Schläge auf Augen und andere empfindliche Körperteile, vor Durst und Angst halb wahnsinnige Tiere. Der Bolzenschuss muss genau angesetzt werden, so wird gelegentlich mehrfach in den Kopf geschossen, bis das Tier endlich betäubt zusammenbricht. Viele Rinder erwachen aus dieser Betäubung während des Schlachtvorganges wieder.

Etwa 390 Millionen Geflügeltiere werden jedes Jahr im Akkord geschlachtet. Die Tiere, die den Transport in Kisten überlebt haben, werden mit den Fußgelenken an ein Fließband gehängt. In einem unter Strom stehendem Wasserbad sollen sie betäubt werden. Doch manches Tier ist noch wach, wenn es aus dem elektrischen Bad kommt. Besonders den kleinen oder ausdauernden Tiere gelingt es oft, den Kopf aus dem Wasserbad zu halten. So werden immer wieder lebenden Tieren bei vollem Bewusstsein die Kehlen durchgeschnitten oder sie geraten lebend ins Brühbad.

250 Millionen Rinder, Schweine, Pferde und Schafe werden jedes Jahr innerhalb von Europa transportiert - viele von ihnen bis zu 20 Stunden ohne Wasser, ohne Futter und ohne Ruhepausen. Jedes zehnte Tier kommt tot am Zielort an.

Mit den Tiertransporten vom Erzeuger zum Mäster und von dort zum Schlachthof reisen auch die Krankheiten aus der Massentierhaltung mit. Schon im Verdachtsfall von Maul- und Klauenseuche droht die Massentötung: Schafe, Schweine und Rinder werden in Westeuropa zu Hunderttausenden "gekeult". Allein in England wurden aus Angst vor BSE vorsorglich vier Millionen Rinder umgebracht und als Sondermüll entsorgt.
Impfungen konnten bis 1991 die Maul- und Klauenseuche weitgehend in Schach halten. Dann wurden sie von der Europäische Union verboten: Keulen ist unterm Strich billiger. In Deutschland gibt es 15 Millionen Rinder und 26 Millionen Schweine. Da kommt es auf ein paar Hunderttausend nicht an, bei "Nutztieren" zählen Milchleistung und Schlachtgewicht. In den USA werden täglich 14 Millionen Tiere geschlachtet.

Die Zahl der mit ausgedehnten Treibnetzen gefangenen Fische und anderen Meeresbewohner, die meist durch Ersticken, Druckabfall oder Zerquetschen umkommen, ist unbekannt. Sie werden so wenig als individuelle Lebewesen begriffen, dass die Fänge nur in Tonnen erfasst werden. Forscher vom Roslin-Institut in Edinburgh stellten fest, dass Fische unter Verletzungen durch Angelhaken ähnlich leiden, wie Säugetiere durch Augenverletzungen. Aufgrund ihres begrenzten Schmerzäusserungsvermögens werden ihre Qualen jedoch häufig schlicht ignoriert.

Ungeachtet der fehlenden ethischen Legitimation, der längst erwiesenen Nichtübertragbarkeit der pharmazeutischen Tierversuche auf den Menschen, der oft verheerenden Nebenwirkungen tierversuchserprobter Medikamente und zahlreicher Alternativmethoden in der medizinischen Ausbildung werden weltweit pro Jahr 300 Millionen Versuchstiere getötet bzw. zu Tode gequält. Allein nach der unvollständigen offiziellen Statistik wurden im Jahr 2000 in deutschen Labors 1,8 Millionen Mäuse, Ratten, Kaninchen, Fische, Vögel, Affen, Hunde und Katzen zerschnitten, vergiftet oder infiziert. Insbesondere der Tierverbrauch in der zweckfreien Grundlagenforschung hat durch den Aufschwung der Gentechnik stark zugenommen.
Um die Giftigkeit von Chemikalien auszutesten, werden diese Tieren in die Bauchhöhle gespritzt, über das Futter eingeflößt oder in die Lungen gepumpt. Dann kämpfen sie bei vollem Bewusstsein stunden- oder tagelang mit dem Tod. Die von der Pharmaindustrie durchgeführten Tierexperimente verschaffen ihr das Alibi für die hemmungslose Produktion angeblich unschädlicher Stoffe, die danach unsere Umwelt zerstören oder an ahnungslosen menschlichen Patienten über Zuwendungen an Ärzte erprobt werden.

Dem nekrophilen Freizeitsport von 340.000 Jägern in Deutschland fallen jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere zum Opfer. Auch 400.000 "wildernde" Katzen und 40.000 "revierende" Hunde werden erschossen oder verenden qualvoll in Fallen. Durch Winterfütterungen, als "Kirrung" euphemisierte ganzjährige Anfütterungen, bejagen von "Raubzeug", Biotopmanipulationen, das Aussetzen von Tieren zu Jagdzwecken und die Bevorzugung prächtiger Trophäenträger wird die natürliche Selektion ausgeschaltet. Denn je mehr Tiere, desto mehr "Verbissschäden", desto mehr Jagdbeute.

eine Veterinär-Studentin im Schlachthof... von Christiane M. Haupt

"...Alles zugleich stürzt auf mich ein. Schneidende Schreie. Das Kreischen von Maschinen. Blechgeklapper. Der durchdringende Gestank nach verbrannten Haaren und versengter Haut. Der Dunst von Blut und heissem Wasser. Gelächter, unbekümmerte Rufe. Blitzende Messer, durch Sehnen gebohrte Fleischerhaken, daran hängende halbe Tiere ohne Augen und mit zuckenden Muskeln....
Von dem Schwein möchte ich erzählen, das nicht mehr laufen konnte, mit gegrätschen Hinterbeinen dasass. Das sie solange traten und schlugen, bis sie es in die Tötungsbox hineingeprügelt hatten. Das ich mir hinterher ansah, als es zerteilt an mir vorüberpendelte: beidseitiger Muskelabriss an den Innenschenkeln... Ich möchte von den Rinderschlachttagen erzählen, von den sanften braunen Augen, die so voller Panik sind. Von den Fluchtversuchen, von all den Schlägen und Flüchen, bis das unselige Tier endlich im eisernen Pferch zum Bolzenschuss bereit steht, mit Panoramablick auf die Halle, wo die Artgenossen gehäutet und zerstückelt werden, dann der tödliche Schuss, im nächsten Moment schon die Kette am Hinterfuss, die das ausschlagende, sich windende Tier in die Höhe zieht, während unten bereits der Kopf abgesäbelt wird. Und immer noch, kopflos, Ströme von Blut ausspeiend, bäumt der Leib sich auf, treten die Beine um sich...
Als ich mittags gehe, liegt [die Kuh] immer noch und zuckt, niemand, trotz mehrfacher Aufforderung, hat sie erlöst. Ich habe das Halfter, das unbarmherzig scharf in ihr Fleisch schnitt, gelockert und ihre Stirn gestreichelt. Sie blickt mich an mit ihren riesiggrossen Augen, und ich erlebe nun selbst, dass Kühe weinen können...
Massenmord
Die Dinge abstrahieren sich, wenn man von soviel gewaltsamen Tod umgeben ist; das eigene Leben erscheint unendlich bedeutungslos. Irgendwann blickt man auf die anonymen Reihen zerstückelter Schweine, die mäanderförmig durch die Halle ziehen, und fragt sich: Wäre es anders, wenn hier Menschen hingen?...
Sollte ich je den Begriff Angst bildlich darstellen, ich würde die Schweine zeichnen, die sich hier gegen die hinter ihnen geschlossene Tür zusammendrängen, ich würde ihre Augen zeichnen. Augen, die ich niemals mehr vergessen kann. Augen, in die jeder sehen sollte, den es nach Fleisch verlangt. Fleisch essen ist ein Verbrechen. Kein Fleischesser kann je wieder mein Freund sein. Niemals. Niemals wieder. Jeden, denke ich, jeden den es nach Fleisch verlangt, sollte man hier durchschicken, jeder müsste es sehen, von Anfang bis Ende."  Zum vollständigen Bericht.
 

Gehören Tierprodukte zu einer gesunden Ernährung?

Die Eskimos, die Kirgisen sowie die Einwohner Lapplands und Grönlands gehören zu den Völkern mit dem höchsten Fleischkonsum und der geringsten Lebenserwartung, die oftmals bei nur etwa 30 Jahren liegt. Andere Völker, die unter vergleichbar schwierigen Bedingungen leben, jedoch nur wenig oder gar kein Fleisch essen, wie die Kaukasier, die Yucatan Indianer, die ostindischen Todas oder die pakistanischen Hunza, zählen mit einer Lebenserwartung von 90 bis 100 Jahren zu den langlebigsten Völkern der Welt.

Das Gebiss, die wenig aggressive Verdauungssäfte und der lange Verdauungstrakt zeigen, dass hoher Fleischverzehr für Menschen nicht natürlich ist. Nach dem Eintreten des Todes eines tierlichen Organismus beginnt die Selbstzersetzung (Fäulnis) von Eiweißen mittels der Körperfermente, dabei entstehen hochgradig toxische Leichengifte (Ptomaine) und schließlich Fäulnisbakterien. Verzehrtes Fleisch muss also schnell ausgeschieden werden. Deshalb haben Karnivoren (fleischfressende Tiere) einen mit der 3 bis 6-fachen Körperlänge kurzen und glatten Darm, bei Omnivoren (Allesfressern) hat er die 4 bis 6-fache Körperlänge, ist glatt und gewunden. Menschen und Fructoiden (Früchtefresser, z.B. Primaten) haben einen gewundenen Darm mit Zotten, dessen Länge der 10 bis 12-fachen Körperlänge entspricht. Bei Karnivoren und Omnivoren liegt der Säuregrad des gefüllten Magens bei einem pH-Wert von höchstens 1, bei Pflanzenfressern und Menschen liegt er zwischen 4 und 5. Letztere haben zudem alkalischen Speichel mit dem stärkeabbauenden Enzym Ptyalin und ihre Leber bildet nicht das Enzym Urikase zum Harnsäureabbau. Karnivoren haben kräftige Eckzähne und schneidende, exakt zusammen passende Backenzähne. Omnivoren haben stumpfhöckerige Backenzähne und Pflanzenfresser auf der Kaufläche abgeplattete und unebene, welche die Nahrung durch seitliche Bewegung des Unterkiefers zermahlen können. Der Mensch hat keine Reißzähne und letztere Art der Backenzähne.

Seit 50 Millionen Jahren leben Primaten auf Bäumen und ernähren sich vorwiegend von Blättern und Früchten, sowie nebenher auch von darin lebenden Insekten. Mit dem Einsatz von Steinwerkzeugwaffen des Homo habilis kam es zu einem Anstieg des Fleischverzehrs. Bei heute in semi-tropischen Gebieten lebenden Sammlern und Jägern (in speziesistischer Fehlwahrnehmung wird die Reihenfolge gerne vertauscht) sind 60-80% der Nahrungsmenge pflanzlichen Ursprungs. Mit dem Ackerbauzeitalter vor 10.000 Jahren verringerte sich der tierliche Nahrungsanteil, stieg mit der systematischen Versklavung ["Domestikation"] von Tieren gegen Ende der Jungsteinzeit vor etwa 6000 Jahren aber wieder an. Jedoch änderten sich die Ernährungsgewohnheiten breiter Bevölkerungsschichten erst mit der Industrialisierung vor 200 in gravierender Weise hin zu einer stark tierbasierten, fettreichen, faserstoffarmen und in hohem Masse verarbeiteten Kost. Dies überforderte die hohe Anpassungsfähigkeit des menschlichen Organismus und ist massgeblich für die epidemische Ausbreitung der modernen Zivilisationskrankheiten verantwortlich. Diese sind Warnsignale der Überlastung des Körpers, doch die Schulmedizin weiß nichts wichtigeres zu tun, als deren Symptome zu bekämpfen. Dieses Verhalten steht ganz im Einklang mit dem abendländischen Wahn, sich rücksichtslos die Erde untertan machen zu wollen und alles zu bekämpfen, was sich dabei in den Weg stellt.
Ernährungsempfehlungen stammen meist aus der Analyse des Blutes von "Mischköstlern", Daten von gesunden Veganern werden nicht erhoben. Erst unter dem Druck eines ständig sinkenden Gesundheitsstandards und steigenden Krankheitskosten werden Ernährungsfehler ursächlich mit vielen degenerativen, chronischen und allergischen Krankheiten in Verbindung gebracht.

Eine gesunde Ernährung muß reich an komplexen Kohlenhydraten und Faserstoffen ("Ballast"stoffe) und arm an Fett, Eiweiß und vitalstoffarmen raffinierten Kohlenhydraten (Zucker und Auszugsmehl) sein.

 Kalorienanteil in Eiweiß 
Obst1-9 %
"Bedarf"10 %
Nüsse12-18 %
  Vollkorngetreide  14-20 %
Gemüse11-22 %
grüne Gemüse24-49 %
Hülsenfrüchte26-54 %
 
 Kalorienanteil in Fett 
 Obst, Gemüse, Pilze 1-12 %
Getreide2-16 %
Vollmilch, Joghurt,
Tofu
49%
Fisch, Huhn,
mageres Fleisch
47-60 %
Käse55-69 %
Eier, Fleisch65-70 %
Nüsse, Avocados69-82 %
Schinken, Wurst 70-88 % 
gesättigte FS / Gesamtfett
Butter69 %
Kuhmilchfett60 %
Rindertalg49 %
 Schweineschmalz 43 %
Geflügelfett36 %
Fischfett22-36 %
Sojamilchfett18 %
pflanzl. Öle typ.6-19 %

Der Mensch benötigt zur Energiegewinnung primär Kohlenhydrate. Nach gängiger Lehrmeinung brauchen Erwachsene nur 0.8 Gramm Eiweiß pro Tag und kg Körpergewicht. Bei normaler Ernährung ist es nahezu unmöglich, einen Eiweißmangel zu bekommen. Die Theorie der Kombination von Eiweißen und der Höherwertigkeit tierlicher Eiweiße basierte auf irreführenden Experimenten an Ratten und ist völlig überholt. Die meisten Nahrungsmittel enthalten alle essentiellen Aminosäuren in einer für die menschliche Gesundheit ausreichenden Menge. Zudem vermischen sich die Aminosäuren aller innerhalb von 4-6 Stunden verzehrten Nahrungsmittel und der Körper fügt sie im richtigen Verhältnis wieder zusammen.

Die Fette, die wir mit der Nahrung aufnehmen, bestehen molekular aus Glycerin und jeweils drei Fettsäuren, bei denen man zwischen gesättigten und ungesättigten unterscheidet. Auch ein Teil des aufgenommenen Zuckers wird in Triglyceride umgewandelt, welche dem Körper als Energiespeicher dienen. Aktuellen Ernährungsempfehlungen entsprechend sollte höchstens 30% der aufgenommenen Energie in Form von Fett verzehrt werden. Dabei sollte der Anteil der langkettigen gesättigten Fettsäuren maximal ein Drittel betragen. Die von 1985-89 laufende VERA-Studie zeigte aber, dass in der BRD die empfohlende Gesamtfettmenge um 50% und die Menge gesättigter Fettsäuren um 110% überschritten wird. Den größten Fettanteil liefern Kuhmilchprodukte sowie Rind- und Schweinefleisch.
Im Gegensatz zu komplexen Kohlenhydraten wird ein Kalorienüberschuß durch zu hohen Fettkonsum nicht automatisch korrigiert, da Fett aber 2,3 mal mehr Energie liefert, entwicklen viele Menschen Übergewicht (Adipositas).

Im Bereich der Nahrungsenergieaufnahme entspricht nur die vegane Ernährung sehr gut der heute empfohlenen Verteilung von Kohlenhydraten:Fetten:Eiweißen im Verhältnis 60:30:10.

Tierliche Fette bestehen zu einem großen Teil aus gesättigten Fettsäuren und enthalten Cholesterin, welches zudem auch in mageren tierlichen Fleischgeweben vorkommt. Ungehärtete pflanzliche Fette (außer Palm- und Kokosfett) bestehen mehrheitlich aus ungesättigten Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren erhöhen den Fett- und Cholesterinspiegel im Blut. Fleischfressende Tiere können unbegrenzt viel von ihnen aufnehmen, bei Menschen und Pflanzenfressern führt ihre hohe Aufnahme hingegen zu Arteriosklerose bzw. (korrekter) Atherosklerose. Diese Ablagerungen aus Cholesterin, Calcium oder Zuckermolekülen bilden Plaques, welche die Arterien verengen, verhärten und verstopfen. Sie zwingen damit den Körper zu einer Erhöhung des Blutdrucks und sind die Vorläufer von Herzinfarkt und Schlaganfall. Die häufige Erkrankung der Herzkranzgefässe, welche das Herz mit Blut versorgen, wird koronare Herzkrankheit (KHK) genannt. Bis zum 21. Lebensjahr haben viele Menschen schon Atherosklerose, was immer wieder durch Nebenbefunde bei Operationen oder Autopsien bestätigt wird.

Bei einem Blutcholesterinspiegel unter 150 mg/dl ist ein Herzinfarkt normalerweise sehr unwahrscheinlich. Jedoch können neben dem Cholesterin auch erhöhte Homocysteinspiegel für die Entstehung atherosklerotischer Erkrankungen verantwortlich sein. Homocystein entsteht bei der Verstoffwechselung der essentiellen Aminosäure Methionin. Aus einer mangelhaften Versorgung mit den am Abbau beteiligten Vitaminen B6, B12 und Folsäure resultieren erhöhte Homocystein-Werte.

Der Blutcholesterinspiegel hängt von der Cholesterinzufuhr über die Nahrung und von der Produktion von körpereigenem Cholesterin in der Leber ab. Im Blut sind Fette und Cholesterin an Verbindungen aus Fett und Eiweiß gebunden, welche Lipoproteine genannt werden. LDL-Lipoprotein transportiert Cholesterin von der Leber in die Gefäße, wohingegen HDL-Lipoprotein das Cholesterin von den Gefäßen in die Leber transportiert, welche daraus Gallensäuren herstellt. Diese werden über die Gallenblase in den Darm entleert und spielen dort eine Rolle bei der Verdauung der aufgenommenen Fette. Die Gallensäuren halten das sonst wasserunlösliche Cholesterin in Lösung. Typisch für eine Stein bildende Galle ist ein hoher Anteil an Cholesterin.

An essentiellen Fettsäuren benötigen wir nur die Linol- und Alpha-Linolensäure. Die zweifach ungesättigte Linolsäure kommt in größeren Mengen in pflanzlichen Ölen vor, in tierlichem Fett ist sie hingegen nur in sehr geringem Maße enthalten. Von den mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren ist die Alpha-Linolensäure essentiell. Diese ist reichlich in Lein-, Walnuss-, Raps-, Soja- und Weizenkeimöl sowie in grünem Blattgemüse, Leinsamen, Walnüssen und Sojaprodukten enthalten. Öle mit besonders grossem Anteil Linolsäure (Distel [Saflor], Sonnenblumen und Mais) behindern die körpereigene Umwandlung der Alpla-Linolensäure und sollten gemieden werden. Omega-3-Fettsäuren senken den Blutfettspiegel und sind damit für inkakte Gefässe wichtig. Sie sind ansonsten nur in planktonfressenden Kaltwasserfischen reichlich enthalten, dort aber sehr instabil und bei Zerfall radikalebildend.
Linolensäure hat eine wichtige Bedeutung für das Nervensystem. Der Ersatz der menschlichen Muttermilch durch Kuhmuttermilchpräparate und der spätere Verzehr großer Mengen tierlicher Fette ist der ideale Nährboden für Multiple Sklerose.

Fette und Cholesterin, die sich an Gefäßinnenwänden ablagern, behindern auch die Sauerstoffversorgung der Gelenkgewebe, welche sich dann entzünden und arthritisch werden. Oft findet man auch aus Cholesterin bestehende Knoten in der Nähe von arthritischen Gelenken. Die verursachenden Entzündungsfaktoren werden dabei aus der Fettsäure Arachidonsäure gebildet, welche nur in tierlichen Nahrungsmitteln vorkommt. Überall auf der Welt, wo Menschen nur wenig Fett und mäßige Eiweißmengen verzehren, haben auch alte Menschen keine Arthritis.

Die Auswertung epidemiologischer Studien ergab bei hohen Cholesterinwerten ein 3- bis 4 fach erhöhtes Alzheimerrisiko. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz.

Die häufigste Ursache für die Unzulänglichkeit des körpereigenen Insulins bei Diabetikern (Typ II b) sind stark überhöhte Blutfettwerte. 80% der frisch diagnostizierten Typ 2 DiabetikerInnen sind übergewichtig. Das Hormon Resistin fördert die Speicherung von Fett in den Fettzellen und sorgt auch dafür, dass die Körperzellen nicht mehr so empfindlich auf Insulin reagieren. Diabetes bewirkt eine hohe Anfälligkeit für Atherosklerose. In verschiedenen Studien konnten viele Patienten durch eine Kostform, die keine tierlichen Fette aber viel Faserstoffe enthielt, ihre Medikamente absetzen. Bei Völkern, die sich vorwiegend pflanzlich ernähren, ist Diabetes praktisch unbekannt.

Pflanzliche Lebensmittel reagieren bei der Verbrennung überwiegend basisch, tierliche enthalten hingegen einen hohen Anteil schwefelhaltiger Aminosäuren (Cystein und Methionin) und bilden im Stoffwechsel Säuren. Wenn zuviel säurebildene Nahrungsmittel verzehrt werden, greift der Körper die Calciumvorräte der Knochen an, um mit diesem basischen Mineralstoff den pH-Wert des Blutes wieder auszugleichen. Die so entstehende negative Mineralstoffbilanz ist eine Hauptursache für Osteoporose. Bei einem Eiweißüberschuß führt auch die Aufnahme sehr großer Calciummengen nicht mehr zu einer positiven Calciumbilanz. Zudem ist das Calcium in tierlichen Nahrungsmitteln schlecht verwertbar, da sie einen hohen Phosphorgehalt aufweisen und das Verhältnis von Calcium zu Phosphor im Blut konstant gehalten werden muss. Osteoporose ist in den Ländern am meisten verbreitet, in denen das meiste tierliche Eiweiß gegessen wird, das sind die USA, Finnland, Schweden und Großbritannien.
Können Blut und Nieren überschüssige Säuren nicht mehr auffangen, werden diese im Bindegewebe eingelagert. Folgen dieser Übersäuerung können u.a. Krämpfe, Allergien, Ekzeme, Pilzerkrankungen und rheumatische Beschwerden sein.

Früchte und Gemüse sind reich an löslichen Faserstoffen, diese bilden ein Gel, welches hilft den Blutzuckerspiegel zu regulieren und durch vermehrte Ausscheidung der Gallensäuren den Cholesterinspiegel zu senken. Unlösliche Faserstoffe sind in Vollkornprodukten enthalten. Sie absorbieren Wasser und stimulieren durch ihr Volumen die peristaltischen Darmbewegungen. Faserstoffe sind nur in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten. Bei faserstoffarmer Ernährung verbleiben die unverdaulichen Nahrungsreste lange im Darm, trocknen aus, verursachen Verstopfungen, Hämorrhoiden (Krampfadern im Mastdarm) und sind die Hauptursache für Blinddarmentzündungen. Insbesondere die an gesättigten Fettsäuren reichen tierlichen Fette können den Darm verstopfen, da sie bei Körpertemperatur fest oder zähflüssig sind. Mit der Verweildauer der Nahrungsreste steigt auch die Giftanreicherung im Darminneren. Bei einer stark säurebildenen, faserstoffarmen und fettreichen Ernährung werden außerdem die Schleimhäute des Magens und des Zwölffingerdarms angegriffen. So kommt es zur Entstehung von Geschwüren.

Je höher ein Lebewesen entwickelt ist, desto mehr Erbsubstanz ist in seinen Zellen und um so höher damit der Puringehalt. Deshalb haben Pflanzen einen geringen und Fleisch einen hohen Puringehalt. Purine werden in einem Abbauprozess in der Leber zu Harnsäure verarbeitet, die von Niere und Darm ausgefiltert wird. Eine mangelhafte Zufuhr von Kohlenhydraten und hohe Fettzufuhr führt zur vermehrten Bildung von Ketonkörpern (aus Fettsäuren gebildete Säuren), welche die Ausscheidung der Harnsäure über die Niere hemmen. Ist der Ausscheidungsmechanismus gestört (wozu auch Alkohol beiträgt) oder wird die Purinmenge zu groß, kann sich die produzierte Harnsäure im Blut anreichern. Insbesondere in einem übersäuerten Körpermilieu entstehen dann kristalline Ausfällungen (Urate), welche sich in Gelenken und Geweben absetzen. Die Folgen: Gelenkschmerzen, Gichttophi, Nierensteine, letztlich Nierenversagen. Vegetarier, die größere Mengen relativ purinreicher Hülsenfrüchte (wie Sojaprodukte) verzehren, sind hingegen nur äußerst selten von Gicht betroffen. Auch das bei übermäßigem Eiweißkonsum aus den Knochen gespülte Calcium (und überschüssiges Kochsalz) muß über die Nieren ausgeschieden werden. Bei einem ständigen Eiweißüberschuß werden die Nieren überlastet, es kann zur Entstehung von Nierensteinen kommen. Die Nieren sind auch an der langfristigen Regulation des Blutdrucks beteiligt.

Die hohe Resorption der gebundener Form von Eisen aus Fleisch (Häm-Eisen, Myoglobin) kann die Regulation des Organismus überfordern. Überschüssiges Eisen kann nicht mehr ausgeschieden werden. Eisen ist der limitierende Faktor für das Wachstum fast aller Krankheitserreger. Überschüssiges Eisen, das nicht mehr an Proteine gebunden werden kann, wirkt zudem als Katalysator bei der Bildung von freien Radikalen. Es entstehen instabile Sauerstoffmoleküle, die Proteine, Lipide und Teile der Erbsubstanz oxidieren. So kommt es zu Zellschäden, die zu vorzeitigem Altern und schlimmstenfalls zur Tumorbildung führen. Die Oxidation des LDL-Cholesterins fördert die Entstehung von Atherosklerose und auch bei Alzheimer ist ein abnorm hoher Eisengehalt im Gehirn feststellbar. Eisen ist der gefährlichste Radikalbildner im Körper. Freie Radikale können aber auch durch Umwelteinflüsse wie UV-Licht, Ozon, Nitrat, Nitrit, Alkohol, einige Drogen und Arzneimittel entstehen.
Ein enzymatisches Schutzsystem und aus Obst und Gemüsen aufgenommene Antioxidantien, zu denen Vitamine (C, E, Beta-Carotin) und v.a. verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe gehören, können freie Radikale abfangen. Fallen mehr freie Radikale an, als unschädlich gemacht werden können, sind die Zerstörungen nicht aufzuhalten. Hohe Dosen Antioxidantien, die durch Supplemente aufgenommen werden, können die körpereigene Abwehr ebenfalls stören.

Bis zu 75% der Energie aus Fleisch liegt in Form von Fett vor. Um Fett verdauen zu können, müssen große Mengen Gallensäure produziert werden, welche von Darmbakterien in hochwirksame Karzinogene (krebserregende Stoffe) umgewandelt werden. Zudem bilden Fäulnisprozesse bei tierlichen Produkten weitaus giftigere Substanzen als bei Pflanzenprodukten. Beim Erhitzen von Fleisch (v.a. Geflügel) entstehen aus Kreatin, Aminosäuren und Zucker kanzerogen wirkende heterozyklische Amine sowie polyzyklische Kohlenwasserstoffe. Die Fettzellen des Körpers produzieren aus Cholesterin Östrogen. Zu viel davon fördert die Entstehung von hormonabhängigen Tumoren, wie Brust-, Gebärmutter- und Prostatakrebs und führt bei Frauen zu einer frühen Menarche und längeren Menopause. Eine entgegengesetzte Wirkung haben hingegen die viel schwächer wirkenden Phytoöstrogene aus Hülsenfrüchten (v.a. Soja) und Getreide.

Populationsstudien lieferten Belege dafür, dass Brust-, Gebärmutter-, Bauchspeicheldrüsen-, Prostata- und Dickdarmkrebs auf hohe Fettzufuhr zurückzuführen sind, und dass Brust-, Gebärmutter- und Dickdarmkrebs speziell mit dem Verzehr tierlicher Fette und Proteine zusammenhängen.
Forscher des Karolinska Instituts in Stockholm fanden heraus, dass zwei eineiige Zwillinge nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 10% beide an Krebs erkranken (New Scientist, 22.7.00). Somit hat die Lebensweise überragenden Einfluss auf die Krebsentstehung.
Heute ist gesicherte Tatsache, dass Fleisch- und Fettkonsum die größten Krebsrisikofaktoren darstellen. Die bösartigen Tumore und tödlichen Herz-Kreislauferkrankungen stellen in westlichen Staaten bereits über 70% aller Todesursachen. Im Gegensatz dazu erfreuen sich Menschen, die besonders alt werden, oft guter Gesundheit und entwickeln bis zu ihrem Tode keine behandlungsintensiven Krankheiten.

Die ungesunden Lebensbedingungen und die einseitige Ernährung in modernen Massentierhaltungsbetrieben rufen Gesundheitsschäden hervor, die mit Tier-Antibiotika und Impfstoffen wieder bekämpft werden. Mit diesen werden in Deutschland mehr als 100 Millionen Mark pro Jahr umgesetzt. Hierdurch werden auch multiresistente, krankheitserregende Bakterienstämme herangezüchtet. Durch den Verzehr von Produkten aus so behandelten Tieren besteht die Gefahr einer Schädigung der Darmflora und einer Antibiotika-Resistenz, d.h. Antibiotika gegen Infektionskrankheiten verlieren ihre Wirkung.
Die beengten, unhygienischen Verhältnisse in der Massentierhaltung sowie der schlechte Gesundheitszustand der Tiere sind Gründe für Salmonelleninfektionen, die bei Menschen die häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen sind sowie zu Erbrechen, Unterleibsschmerzen und Fieber führen können. In Grossbritannien erleiden ca. 2 Millionen Menschen pro Jahr eine Lebensmittelvergiftung, welche fast immer durch Fleisch, Eier oder Kuhmilch verursacht wird.
Bedingt durch die Schadstoffanreicherung aus den Futtermitteln ist Fleisch 14 mal und Kuhmilch 5 mal stärker mit Pestiziden belastet, als pflanzliche Nahrungsmittel. Eine im New England Journal of Medicine 3.1981 publizierte Studie stellte fest, dass die Schadstoffbelastung der Muttermilch von Veganerinnen 35 mal niedriger ist, als die des Durchschnitts!

Studien

Die 10-jährige Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg von 1991 bescheinigt VegetarierInnen eine höhere Lebenserwartung und geringere Anfälligkeit gegenüber Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Bei vegetarisch lebenden Menschen war die Todesrate durch Schlaganfälle und Herzinfarkt um 50% niedriger, bösartige Tumore traten bei Männern 50% und bei Frauen 25% seltener auf. Falsche Ernährung und Rauchen sind die größten Krebsrisikofaktoren. Info-Material zur Krebs-Prävention.

Auch die Broschüre des deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke, die auf der Grundlage des World Cancer Research Fund erarbeitet wurde, empfielt pflanzliche Ernährung und Bewegung zur Krebsprävention. Etwa 30-40 Prozent aller Krebsfälle wären durch pflanzliche Ernährung vermeidbar, ein weiteres Drittel durch Tabakabstinenz.

"Insgesamt lässt sich feststellen, dass eine Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist, Vollkornprodukte beinhaltet und den Anteil tierlicher Fette verringert, die beste Vorsorgemaßnahme gegenüber der Entwicklung von Krebs, aber auch von anderen Zivilisationskrankheiten wie der koronaren Herzkrankheit, Diabetes u.a. ist." Resultat der WHO-Experten-Konferenz zum Zusammenhang von Ernährung und Krebs.

Die Oxford Vegetarier Studie untersuchte seit Anfang der 80er Jahre 6000 Nicht-Fleischesser und 5000 Fleischesser mit gleicher Alters- und Geschlechtsverteilung. Der Konsum von Fleisch und Käse korrelierte mit erhöhten LDL-Cholesterinwerten, hoher Faserstoffkonsum mit erniedrigten. Eine Folgeuntersuchung nach 12 Jahren zeigte, dass Nicht-Fleischesser verglichen mit Fleischessern gleicher Rauchgewohnheiten, Statur (BMI) und sozialen Klasse eine signifikant niedrige Sterberate insgesamt und für Krebs hatten. Bezüglich Herzdurchblutungsstörungen war sie in der Gruppe des oberen Drittels an konsumiertem tierlichen Fett dreimal höher, als in der mit dem Niedrigsten. Nicht-Fleischessern musste altersbezogen nur halb so häufig der Blinddarm entfernt werden.

In der von 1983-90 laufenden »China-Studie«, dem China-Cornell-Oxford-Projekt, wurden aus den Daten von zunächst 6.500 Einwohnern ländlicher Regionen Chinas Korrelationen zwischen Ernährung, Lebensstil und Krankheitsmustern untersucht. Die Nahrung enthielt 0-20% Produkte tierlicher Herkunft, die amerikanische enthält diese zu 60-80%. Der Blutcholesterinspiegel lag bei 90-170 mg/dl, in den USA liegt er bei 170-290. Bereits geringe Mengen an verzehrtem tierlichen Eiweiss standen mit einem erhöhten Cholesterinspiegel (LDL + gesamt) in Verbindung. Die Krankheitsmuster ähnelten denen in den USA vor der industriellen Revolution, wo Gefäßerkrankungen, Krebs, Diabetes und Osteoporose viel seltener waren.
Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist, dass eine erhebliche Reduktion chronischer Krankheiten nicht allein durch verringerten Fettkonsum, sondern nur durch eine Umstellung der Ernährung auf pflanzliche Nahrungsmittel erfolgen kann. So können chronische Krankheiten auch gelindert oder sogar geheilt und die Gesundheitsvorsorgekosten "dramatisch" gesenkt werden.
Leiter Prof. Campbell: "A vegan diet - particularly one that is low in fat - will substantially reduce disease risks. Plus, we've seen no disadvantages from veganism."

»Studien mit Veganern, die weltweit, aber auch von uns durchgeführt wurden, zeigen, dass Veganer im Durchschnitt deutlich gesünder sind als die allgemeine Bevölkerung. Körpergewicht, Blutdruck, Blutfett- und Cholesterinwerte, Nierenfunktion sowie Gesundheitsstatus allgemein liegen häufiger im Normalbereich« Prof. Claus Leitzmann, Universität Giessen.

 Vorkommen der Nahrungswirkstoffe in der pflanzlichen Ernährung
 
 Hinweise und Tipps für eine gesunde vegane Ernährung
 

Kuhmuttermilch - "weißes Blut"

Murder King

Wie alle Säugetiere so geben auch Kühe nur Muttermilch, wenn sie ein Kind bekommen. Um Kühe ständig in der Laktation zu halten, werden sie alljährlich geschwängert. Die Kälber werden ihnen dann entrissen, sie durchleben meist noch 14 Wochen in 1,5 m² engen Mastboxen. Um weißes und zartes Leichenfleisch zu erhalten, will man sie oft mit einer eisenreduzierten Qual-Diät vorsätzlich anämisch halten. Die Bindung der Mutterkuh zu ihrem Kalb ist sehr stark, sie würde ihr Kind unter 1000 anderen wiedererkennen!
Bereits im Alter von zwei Jahren werden Kühe erstmals künstlich besamt, doch erst nach 4 Jahren sind sie erwachsen. Damit konkurrieren Körperwachstum und Milchleistung. Bei den heutigen Kühen handelt es sich um Qualzüchtungen, die 10-mal mehr Milch geben, als ihr Kalb trinken würde. Um 23 Liter Milch täglich zu liefern, brauchen Kühe mehr als 38 kg Futter und 170 Liter Wasser. Der Energiebedarf der Kuh erhöht sich durch die hohe Milchleistung um das 3 bis 4-fache, der Kalziumbedarf bis zum 6-fachen! Als Folge der hohen Milchleistung bzw. der maschinellen Melkung kommt es zu Stoffwechselkrankheiten, Lähmungserscheinungen durch Absinken des Blutcalciumspiegels, Behinderungen und Verletzungen durch das große Euter sowie Entzündungen und Verletzungen an den Zitzen und Klauen. Wenn die Milchleistung der ausgebeuteten Kühe nachlässt, was meist nach 3-5 Kälbern bzw. 5-7 Lebensjahren der Fall ist, oder die Tiere schwer erkranken, werden sie geschlachtet. Normalerweise wird eine Kuh 20-25 Jahre alt. Von den 14,5 Millionen Rindern in Deutschland sind 4,5 Millionen Milchkühe, die anderen zwei Drittel sind zum größten Teil Nachkommen, die in der Mast landen.

Kuhmilch-Nährwerte pro Liter
3,5%: 660 kcal, 38 gr Fett = 53%
Cholesterin: 120 mg
1,5%: 470 kcal, 16 gr Fett = 31%
Cholesterin: 50 mg
Entgegen den Äußerungen gewisser Interessensverbände ist Kuhmuttermilch für Menschen kein gesundes oder gar unentbehrliches Nahrungsmittel. 20% der durch Kuhmilch gelieferten Kalorien liegen in Form von Eiweiß vor, bei der menschlichen Muttermilch sind es nur 7%. Desweiteren enthält Kuhmuttermilch fast 4 mal so viel Calcium. Die Muttermilch der Kuh ist das perfekte Nahrungsmittel für ihr Kalb, welches vier Mägen besitzt und sein Gewicht innerhalb von 47 Tagen verdoppelt. Ein menschlicher Säugling braucht dafür 5 Monate.
Das Fett der Kuhmilch besteht überwiegend aus gesättigten Fettsäuren und ist sehr arm an essentiellen Fettsäuren. In Großbritannien liefern Kuhmilchprodukte 50% der verzehrten gesättigten Fette. Kuhmilch enthält relativ viel Cholesterin, keine Faserstoffe, keine komplexen Kohlenhydrate und ist zudem häufig mit Antibiotika, Psychopharmaka, Hormonen und Pestiziden kontaminiert.
Calcium pro 100 g
Tofu m. C.sulfat500 mg
Mandeln240 mg
Grünkohl150 mg
Kuhmilch120 mg
menschl. Milch31 mg
Eier, Fleisch10-16 mg
Es ist nachweisbar, dass ein hoher Verzehr phosphorhaltiger und säurebildener Eiweiße unabhängig von der Calciumaufnahme zu einem Calciumverlust über den Urin führt. Die höchsten Säurewerte aller Nahrungsmittel liefern Leichenteile und Kuhmilchkäse. Kuhmilch enthält zudem kaum Eisen und ihr hoher Kasein und Calciumgehalt hemmt die Eisenaufnahme auch aus anderen Nahrungsmitteln.
Es besteht eine Korrelation zwischen Kuhmilchkonsum und der Häufigkeit von Nieren- sowie Prostatakrebs, was mit dem Rindern und Menschen gemeinsamen Wachstumshormon IGF-I (insulinähnlicher Wachstumsfaktor I) in Verbindung gebracht wird. Eine Studie des Karolinska Institutes, die 61.000 Frauen über 13 Jahre beobachtet hat, stellte fest, dass Frauen, die mehr als vier Portionen an Milchprodukten pro Tag zu sich nahmen, doppelt so gefährdet sind Eierstockkrebs zu bekommen wie diejenigen, die weniger als zwei konsumieren.
Das körperfremde Kuhmilchprotein ß-Lactoglobin sowie verschiedene Caseine machen Milchprodukte zum Hauptgrund für Lebensmittelallergien bei Kleinkindern und ab dem fünften Lebensjahr entwickeln viele Menschen eine Unverträglichkeit gegenüber dem Milchzucker Laktose, denn ab diesem Zeitpunkt synthetisieren sie das Verdauungsenzym Laktase nicht mehr. Zu den Symptomen gehören u.a. Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfälle. In Deutschland sind ca. 15%, weltweit etwa 90% der Menschen betroffen. Auch das Enzym Chymase, welches das Milcheiweiß Casein aufspaltet, ist nur in der frühen Kindheit bei Säugern vorhanden. Ein Großteil des Calciums in der Kuhmilch ist an Casein gebunden.
Ein Bestandteil des Kuhmilchproteins ist einem Protein sehr ähnlich, welches die Bauchspeicheldrüse vor Virenangriffen schützt. Bei genetischer Prädisposition stimuliert Kuhmilch die Produktion von Antikörpern, welche bei Infektionen die Insulin produzierenden Bauspeicheldrüsenzellen zerstören. Der Verzehr von Kuhmilch vor dem 6. Lebensmonat ist offensichtlich die Hauptursache der Kindheitsform von Diabetes.
Weitere Gesundheitsinformationen und Quellenangaben: PCRM.

Der blutige Weg der Hühnereier

Die Brütereien sind Lizenzbetriebe von weltweit agierenden Zuchtkonzernen. Jedes zweite Küken wird aufgrund seines Geschlechts unmittelbar nach dem Schlüpfen aussortiert und zerschreddert oder vergast, denn die Sprösslinge von Legehennen-Zuchtlinien setzen für die Brathähnchenmast nicht schnell genug Fleisch an. So enden in Deutschland etwa 42 Millionen Küken pro Jahr als Dünger oder Tiermehl. Die übrigen Tiere werden durch Aufzuchtbetriebe in 16 Wochen hochgepäppelt. Eine normale Henne würde pro Jahr 6, bei Verlust maximal 20 Eier legen. Die Legehennen in Batterien legen hingegen 300. Folgen der Qualzucht und ausbeuterischen Haltung sind schwere Erkrankungen wie Osteomalazie (Knochenerweichung, bedingt durch den Calciumbedarf zum Aufbau der Kalkschale), Stoffwechselstörungen (Fettleber, Hypoxie), Anfälligkeit gegenüber Parasitenbefall und Keimen, Neigungen zu Federpicken und Kannibalismus sowie die Unfähigkeit gesunden Nachwuchs zu bekommen. Etwa 5-9% der Tiere sterben bereits in der "Freiland-", Volieren- oder Käfighaltung.
In Deutschland stammen 90% aller Eier aus Legebatterien. Und auch die Freilandhühner entstammen der gleichen Zucht und werden, sobald die Legeleistung nach 1-2 Jahren nachläßt, getötet. Die natürliche Lebenserwartung gesunder Hühner beträgt 20 Jahre.
Eier enthalten mehr gesättigte Fette und Cholesterin (>200 mg), als alle anderen Nahrungsmittel.
 

Tierhaltung und Umweltschutz?

Jeder Einwohner der Industrieländer verbraucht für den Bedarf an Fleisch, Eiern und Milch im Schnitt zehn Tiere pro Jahr. Als Folge des riesigen Tierbestandes fallen jedes Jahr in Deutschland 250 Millionen Tonnen Mist an, also 3 Tonnen pro Einwohner! Die Abwässermengen aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung sind etwa viermal so hoch wie die aller Haushalte zusammen. Während für menschliche Abwässer extrem hohe Standards bestehen, wird ein Großteil der von den Rindern produzierten Gülle frei in der Landschaft ausgebreitet. Doch die Böden können diese Mengen nicht aufnehmen, die mit Pestizid- und Pharmaresten beladene Gülle sickert ins Oberflächen- und Grundwasser. Als Folge kommt es zur Überdüngung von Gewässern, Algenüberwucherung, Sauerstoffmangel und Fischsterben.
Das Nitrat aus Massentierhaltung und Landwirtschaft verseucht auch das Trinkwasser. Die Wasserwerke können oft die Richtwerte nicht mehr einhalten. Nitrat kann bei Kleinkindern die roten Blutkörperchen schädigen. Es wandelt sich außerdem in Nitrit um, welches mit Eiweiß zu den magenkrebserregenden Nitrosaminen reagiert.

Ein Teil der Nitrate aus dem Mist verdunsten in Form von Ammoniak und führen zu Saurem Regen. Die Stickstoffemissionen sind heute der Hauptbelastungsfaktor der Waldökosysteme, die Massentierhaltung emittiert dabei 48% der schadauslösenden Stickstoffverbindungen Ammoniak und Stickoxid in die Atmosphäre, der Verkehrsbereich folgt mit 32%. Fast zwei Drittel der deutschen Waldflächen weisen bereits erkennbare Schäden auf. Die durch Rinder global jährlich ausgestossene Menge von 100 Millionen Tonnen Methangas (20% des Gesamtausstoßes) entspricht in der Treibhauswirkung ungefähr dem weltweiten Autoverkehr. [1,2]

In Großbritannien werden heute fast 80% der landwirtschaftlich genutzten Fläche für den Futtermittelanbau verwendet.
Durch die landwirtschaftlichen Verfahren, mit denen v.a. gewaltige Mengen an Tiermastfutter angebaut werden, gehen in den USA jährlich 1,6 Millionen Hektar fruchtbares Land durch Erosion verloren. Ein Drittel der besten Bodenfläche kann bereits landwirtschaftlich nicht mehr genutzt werden. Für die Erzeugung der riesigen Futtermengen werden Millionen Tonnen an Pestiziden auf die Felder gestreut. Mehr als die Hälfte des gesamten Wasserverbrauchs wird für den Futtermittelanbau benötigt. Die "Nutztiere" produzieren zwanzigmal soviel Exkremente wie die gesamte amerikanische Bevölkerung. Mehr als die Hälfte davon fällt in Massentierhaltungsbetrieben an, aus denen sie nicht zur Düngung wiederverwertet werden können und so meist im Wasser landen. Die Produktion tierlicher Erzeugnisse ist für ein Drittel des gesamten Rohstoffverbrauchs in den USA verantwortlich. [3]

In Brasilien hungern heute Millionen Menschen, doch auf den riesigen Sojafeldern im Osten des Landes wird nur für den Export produziert, dabei werden 97% der jährlichen Ernte von ca. 25 Millionen Tonnen zu Tierfutter verarbeitet. Kleinbauern wurden von ihrem Land durch agroindustrielle Großbetriebe vertrieben, es blieb immer weniger Platz zum Anbau des Grundnahrungsmittels Schwarzbohnen. Brasilien weißt auch einen der größten Rinderbestände der Welt auf. Die Schaffung von Weideflächen und der Sojaanbau sind die Hauptgründe für die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes. Die Tiermast in Europa führt hier zu Hunger und Umweltzerstörung.
In Costa Rica bestehen 71% des gerodeten Landes aus Weidefläche. Nepal hat in den vergangenen 20 Jahren die Hälfte seiner Wälder an Weideflächen verloren. Von den Regenwäldern, wie sie noch 1950 bestanden, ist heute bereits die Hälfte verloren. Beim Verbrennen der Pflanzen werden riesige Mengen Kohlendioxid frei gesetzt.

Enquete-Kommision des Deutschen Bundestages zum Schutz der Erdatmosphäre:

"Durch die Senkung des Fleischkonsums auf ein auch der Gesundheit förderliches Maß könnten ein viertel oder mehr der klimarelevanten Emissionen vermieden werden. Der Übergang zu einer stärker pflanzlich orientierten Ernährung eröffnet somit das mit Abstand größte Einsparpotential (bis zu 100 Mio. t CO2-Äquivalente) im Ernährungssystem. Darüber hinaus würden die volkswirtschaftlichen Folgekosten der ernährungsbedingten Krankheiten (50 Mrd. DM/Jahr) erheblich reduziert."  Mehr Zukunft für die Erde, Economica Verlag, Bonn, 1995

Die Ernährungsumstellung ist die wahrscheinlich effektivste Maßnahme, die die meisten Menschen zur Aufhaltung der Umweltzerstörung ergreifen können!

Fakten...

  • 90 Prozent der Proteine des "Nutztierfutters" gehen der menschlichen Ernährung verloren.
  • Für 1 Pfund Rindfleisch muss man 16 Pfund Getreide verfüttern. Ein 250 g "Steak" entspricht der pflanzlichen Energie, die täglich 40 Kinder der 3. Welt vor dem Hungertod retten könnte.
  • Würde die Nahrung direkt verwertet, erhielte man aus dem gleichen Stück Land das fünf- bis zehnfache an Nahrung.
  • Für die Produktion pflanzlicher Erzeugnisse ist höchstens 10% der für die Produktion tierlicher Erzeugnisse nötigen Energie erforderlich.
  • Für die Ernährung eines Menschen auf pflanzlicher Grundlage werden 1.200 Liter Wasser pro Tag benötigt, für die sogenannte "Gemischtkost" 10.000 Liter.
  • Es gibt 1,3 Milliarden Rinder auf der Erde, für jedes werden 600.000 Liter Wasser zum Futteranbau benötigt.
  • Ein Viertel der gesamten Landmasse der Erde dient heute als Weideland, zwei Drittel der Steppengebiete der Erde wurden im Laufe der letzten 60 Jahre durch Überweidung zerstört.
  • Für jedes Rind in Mittel- und Südamerika werden 18.000 Quadratmeter Regenwald in Weide- oder Ackerland umgewandelt, das in 2 bis 5 Jahren zur Wüste wird.
  • Konsum in Deutschland im Jahr 2002 pro Kopf: Fleisch: 60 kg, Kuhmuttermilch: 64 kg, Hühnereier: 220
tierliches Eiweiss

"Für jeden Einwohner der Industrieländer sind am Ende seines Lebens durchschnittlich 649 Nutztiere gestorben. 600 Hühner, 22 Schweine, 20 Schafe plus 7 Rinder ist gleich ein Mensch der Wohlstandsgesellschaft, hat ein britischer Wissenschaftler errechnet." Franfurter Rundschau, 30.3.2001

"Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung." Albert Einstein

[1] DER SPIEGEL 6/2001 "Trommelfeuer der Hufe"
[2] Rettet den Regenwald e.V. - Fleischhunger
[3] John Robbins - Ernährung für ein neues Jahrtausend

Die Zustände in der Landwirtschaft sind bekannt: Rinderwahnsinn, Schweinepest, Tiertransporte, Hormone, Antibiotika etc. etc.. Doch Freilandhaltung ist selbst ökologisch keine Alternative. Allein die 26 Millionen Schweine in Deutschland würden eine Fläche von der Größe Hessens benötigen, und diese dann in einen nitratverseuchten Sumpf verwandeln (Die Welt, 27.11.2000).

Die Tierhaltung ist ein Milliardengeschäft der Agrar- und Pharmaindustrie zu Lasten von Tier, Mensch und Umwelt, dessen größte Kosten den Steuerzahlern aufgebürdet werden!
 

Veganismus und antispeziesistische Ethik

Empfindungs- und leidensfähige Lebewesen, die ein eigenes Interesse am Leben haben, also bewußt ein eigenes Leben erfahren, dürfen nicht als ausnutzbare Ressourcen des Menschen betrachtet und zu einem für diesen verzweckten Leben gezwungen werden. Menschliche "Nutzung" von Leib und Leben der Tiere bedeutet immer einseitige Ausbeutung und ist mit Wahrung ihrer Interessen und einem artgerechten Leben in Freiheit unvereinbar.

Veganismus bezeichnet eine Lebensweise, in der aus dem Streben nach geringstmöglicher Verursachung von Leiden und ethisch gerechter Behandlung der Tiere heraus alle Formen von Tierausbeutung und -misshandlung abgelehnt werden. Als Konsequenz wird soweit wie möglich und praktikabel der Konsum aller Tierprodukte in allen Lebensbereichen vermieden.

Der Begriff des Veganismus geht auf den Briten Donald Watson zurück, welcher 1944 mit Gleichgesinnten die Vegan Society gründete. Diese setzt sich seither für eine Ernährung auf pflanzlicher Grundlage und tierproduktfreie Lebensweise ein.

Selbst vegan zu leben ist der erste logische Schritt, das Mindeste, was jeder Einzelne gegen Tierausbeutung tun kann. Tierrechtler/Innen setzen sich darüber hinaus auch aktiv für die Rechte der Tiere ein. Zu den wichtigsten Zielen der Tierrechtsbewegung gehört das Verbot jeglicher Quälerei und Ermordung von Tieren, d.h. die Einstellung der Tier-Agrarkultur, Pelztierzucht, Tierversuche, des Jagens, Angelns und Fallenstellens sowie das der Ausbeutung, Zur-Schau-Stellung und Tötung von Tieren zu Unterhaltungszwecken (Zucht, Zirkus, Zoo, Reiten etc.).

Menschen und Tiere haben ein vitales (und nicht nur vernunftsmässiges!) Interesse daran, Schmerzen zu vermeiden, sich wohlzufühlen und ihre Präferenzen zu verwirklichen. Wie jeder unmittelbar nachempfinden kann, liegen unseren eigenen Lebensansprüchen, welche wir in der Ethik geschützt sehen wollen, die Leidensfähigkeit sowie die Selbsterhaltungs-, Entfaltungs- und Schutzbedürfnisse zugrunde.
So wie jede vernünftige Argumentation folgerichtig sein muss, so muss Ethik gerecht und konsistent sein, um glaubhaft zu wirken und überhaupt sinnvoll anwendbar zu sein. Nach Aristoteles Gleichheitsgrundsatz muss deshalb Gleiches bzw. Ähnliches auch gleich bzw. ähnlich behandelt werden. Daraus ergibt sich die Forderung nach gleicher Berücksichtigung ähnlicher Interessen und Leiden. D.h. dort wo und soweit wie ähnliche Interessen bestehen, sind sie auch gleichermassen zu gewichten. Also müssen verursachte Leiden sowie Verletzungen elementarer Lebensinteressen und vitaler Bedürfnisse unabhängig von in diesem Zusammenhang akzidentiellen Merkmalen wie etwa Konfession, Verwandtschaft, Geschlecht, Rasse oder Artzugehörigkeit berücksichtigt werden.
Richard Ryder prägte den Begriff des Speziesismus für Diskrinimierungen von Lebewesen durch Verletzung des Gleichheitsprinzips auf der Basis ihrer Artzugehörigkeit, also der Angehörigkeit zu einer biologischen Spezies. Speziesisten kennzeichnet, dass sie vorsätzlich für die Erfüllung eigener akzidentieller oder trivialer Interessen sämtliche Lebensinteressen von Angehörigen anderer Arten zu opfern bereit sind und deren Leiden ignorieren, wie das etwa bei der Leichenkost oder ovo-lakto-"vegetarischer" Ernährung praktiziert wird.

Das Gleichheitsprinzip fordert jedoch nicht die gleiche Behandlung aller Betroffenen, sondern die gleiche Berücksichtigung ihrer vorhandenen Interessen. Dies impliziert bei der Beurteilung von Konflikten auch die Berücksichtigung relevanter Unterschiede, wie der Weitläufigkeit von Interessen, Welterlebensmöglichkeiten und Möglichkeiten der Leidwahrnehmung in erinnerter Vergangenheit, Gegenwart und antizipierter Zukunft. Es gilt also im Einzelfall bei Konflikten abzuwägen, durch welche Verhaltensalternative denn mehr Leid verursacht bzw. gewichtigere Interessen verletzt würden.

Veganism Now!

Einige Zitate

»Der Tag wird kommen, an dem auch den übrigen lebenden Geschöpfen die Rechte gewährt werden, die man ihnen nur durch Tyrannei vorenthalten konnte. Die Franzosen haben bereits erkannt, dass die Schwärze der Haut kein Grund ist, einen Menschen schutzlos den Launen eines Peinigers auszuliefern. Eines Tages wird man erkennen, dass die Zahl der Beine, die Behaarung der Haut und das Ende os sacrum sämtlich unzureichende Gründe sind, ein empfindendes Lebewesen dem gleichen Schicksal zu überlassen. Aber welches andere Merkmal könnte die unüberwindliche Grenzlinie sein? Ist es die Fähigkeit zu denken oder vielleicht die Fähigkeit zu sprechen? Doch ein erwachsenes Pferd oder ein erwachsener Hund sind weitaus verständiger und mitteilsamer als ein Kind, das einen Tag, eine Woche oder sogar einen Monat alt ist. Doch selbst, wenn es nicht so wäre, was würde das ändern?«
»Die Frage hat für die Menschen nicht zu lauten: Können die Tiere denken? Sondern sie hat zu lauten: Können die Tiere leiden? Darüber aber gibt es wohl keinen Streit, und das Wissen um diese Leidensfähigkeit muß daher die Hauptsache sein bei jeder Betrachtung der Tierseele durch den Menschen.
« Jeremias Bentham,  Philosoph: 1748-1832

»Die christliche Moral hat ihre Vorschriften ganz auf den Menschen beschränkt, die gesamte Tierwelt rechtlos gelassen. Man sehe nur, wie unser christlicher Pöbel gegen die Tiere verfährt, sie völlig zwecklos und lachend tötet, oder verstümmelt, oder martert, seine Pferde im Alter bis aufs äusserste anstrengt, um das letzte Mark aus ihren armen Knochen zu arbeiten, bis sie unter seinen Streichen erliegen. Man möchte wahrlich sagen: die Menschen sind die Teufel der Erde und die Tiere ihre geplagten Seelen.«

»Die vermeintliche Rechtlosigkeit der Tiere, der Wahn, dass unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedeutung sei, dass es gegen die Tiere keine Pflichten gäbe, ist geradezu eine empörende Rohheit und Barbarei. Erst wenn jene einfache und über alle Zweifel erhabene Wahrheit, dass die Tiere in der Hauptsache und im wesentlichen ganz dasselbe sind wie wir, ins Volk gedrungen sein wird, werden die Tiere nicht mehr als rechtlose Wesen dastehen.«

»Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.«

»Der Arzt sieht den Menschen in seiner ganzen Schwäche. Der Advokat in seiner ganzen Schlechtigkeit; der Priester in seiner ganzen Dummheit.« Arthur Schopenhauer, Philosoph: 1788-1860

»Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur die Menschenfresserei, sondern jeder Fleischgenuß als Kannibalismus gilt.« Wilhelm Busch,  Zeichner und Dichter: 1832-1908

»Die besondere Zurückhaltung von heute wird das Mindestmaß menschlichen Verhaltens von morgen sein. Zur Zeit der spanischen Inquisition war die Meinung, man solle nicht allzuviele Ketzer verbrennen, ganz sicher Ausdruck gesunden Menschenverstandes und angemessener Mäßigung. Extreme und unvernünftige Stimmen verlangten damals, man dürfe gar keine verbrennen.« Maurice Maeterlinck, 1862-1949

Literaturempfehlungen

John Robbins - Ernährung für ein neues Jahrtausend

Das Leben von John Robbins begann inmitten der großen amerikanischen Lebensmittelindustrie. Er besaß die Möglichkeit den amerikanischen Traum von Reichtum und Erfolg im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auszuleben. Als jedoch die Zeit kam, lehnte er die ihm zugetragene Aufgabe ab. Er hatte einen anderen Traum.
"Immer wieder stellte ich mir vor, welche Möglichkeiten sich aus einer Veränderung der amerikanischen Eßgewohnheiten ergeben würden. Und immer wieder war ich erstaunt von den großartigen Resultaten, die sich mit einer solchen Kursänderung erzielen ließen. Ich erkannte, wie hilfreich dieser Schritt dabei sein könnte, den Hunger auf der Welt zu reduzieren und weltweite Ängste abzubauen, die die Gefahren eines Krieges in sich bergen. Unser kostbarer fruchtbarer Boden und unsere Wälder könnten uns erhalten bleiben, Tausende von Arten in den tropischen Regenwäldern würden vor dem Aussterben bewahrt, und unsere Wasservorräte würden weniger verschmutzt und sparsamer verwendet werden. Ich war bewegt, wieviel Leid den Tieren erspart bliebe, wie sehr unsere Gesundheit von dieser Umstellung profitieren würde und wie wir unseren Verbrauch von giftigen Chemikalien, die die Zukunft der Menschheit ernsthaft gefährden, wesentlich verringern könnten."
John Robbins enthüllt Tatsachen, von denen sich die Interessengruppen der Lebensmittelindustrie wünschen, dass sie niemals ans Licht der Öffentlichkeit gelangen. Grundlagenwerk der Earth Save Foundation.

Hans Nietsch Verlag, 409 Seiten, ISBN: 3-929475-08-1
Original: 1987, deutsche Ausgabe: 1995

Dr. Gill Langley - Vegane Ernährung

Dieses Buch bietet einen umfassenden Überblick über alle gesundheitlichen Fragen der veganen Ernährung. Gill Langley erläutert die ernährungsphysiologische Bedeutung und das Vorkommen von Nähr- und Wirkstoffen in verschiedenen Nahrungsmitteln. Dabei bespricht sie veröffentlichte Forschungsergebnisse zur veganen Ernährung und der allgemeinen Gesundheit von Veganern.
Das Buch ist allgemeinverständlich geschrieben und übersichtlich gegliedert. Es ist ein sachliches und kritisches Nachschlagewerk voll gut recherchierter Fakten und Quellen.
Es werden die Vorteile und auch potentielle Schwachpunkte in der veganen Ernährung aufgezeigt. Ein wichtiges Informationsmedium insbesondere für vegane Mütter, für Menschen, die an der Therapie chronischer Krankheiten interessiert sind, und all jene, die der Propaganda der Agrarlobby und den Mythen in der Öffentlichkeit Fakten entgegensetzen wollen.  Zusammenfassung des Buches (vegan.at)

Echo Verlag, 240 Seiten, ISBN: 3-926914-33-5
Original: 1988 & 1995, deutsche Ausgabe: 1999
 

Einige interessante Links


MC-Elend Tierrechts Aktion Nord Wie werde ich vegan?
Tierrechtskochbuch.de  (Maqi)
Vegane Rezepte ein paar originelle Rezepte
Veganissimo Inhaltsstoffe, Argumentation, Bücher
Zusatzstoffe-Online.de Verbraucherschutz, Informationen
Ärzte gegen Tierversuche e.V. Fakten rund um TV
tierversuchsfreie Kosmetik Positivliste des DTB
Dr med W. Hartinger medizinische und wirtsch. Hintergründe
Dr. Martin Balluch wiss. Betrachtung zum Gesundheitsaspekt
Zerstörung der Meere ökol. Folgen der Fischerei
Eine Schlachtszene ...
Soylent Weiss Flash-Animationen zum Tierumgang
Franze's Vegi Page Gedanken zum Töten
Mensch und Tier Diplomarbeit v. Astrid Kaplan
Die Ethik der Tierrechte Silke Ruthenberg, Sina Walden
Animal-Rights.de Literaturdatenbank
Veganismus.de Motive, Geschichte, FAQs (Maqi)
Maqi.de  konsequente Tierrechtsorganisation, informativ
AntiSpe.de  Anti-Speziesismus, informative Foren (Maqi)
Vegan.at  Buchbesprechungen, Ernährungsartikel
Vegetarismus.ch informativ und umfangreich, Bilder, Zitate
VegansWines.de Fakten: Ernährung, Tiermisshandlung, Ethik
TierLieb.net  Linksammlung
AVE  Arbeitskreis vegane ErnährungswissenschaftlerInnen
BioVegan.org  Infos zur BioVeganen Landwirtschaft
LoveIsGreen.org  Singlebörse


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Aktuelles

EU lässt 50 Millionen Tiere vergiften

Die EU hat beschlossen, dass 30.000 Chemikalien, die z.T. schon seit über 20 Jahren auf dem Markt sind, in grausamen und zudem nicht aussagekräftigen Tierversuchen auf ihre Giftigkeit hin erneut getest werden. Effektive tierversuchsfreie Methoden wurden wiedereinmal ignoriert. Eine vom britischen Umweltministerium in Auftrag gegebene Studie enthüllte, dass hierfür 50 Millionen Tiere qualvoll sterben werden.

Rinder Holocaust

Aus Angst vor BSE: Rindermord bei vollem Bewusstsein

Gemäß einer Entscheidung der EU-Kommission darf das Rückenmark nach dem Bolzenschuss nicht mehr zerstört werden, weil dadurch infiziertes Gewebe in den Blutkreislauf gelangen könne. Seit diesem Verbot können Tiere nach der Bolzenschussbetäubung wieder erwachen und den Kehlschnitt, das Entbluten sowie die weitere Verarbeitung bei vollem Bewusstsein miterleben.
Bei Filmaufnahmen in einem grenznahen österreichischen Schlachthof wurden in einer Stunde 30 Tiere geschlachtet, 6 von ihnen erwachten aus der Betäubung und erlitten unvorstellbare Qualen während ihrer Tötung. Deutsche Schlachthöfe verweigerten bis jetzt jede Drehgenehmigung.
Auch die Bolzenschussbetäubung soll zum Schutz vor BSE in Zukunft elektrischen Betäubungsverfahren weichen, welche Rinder nicht zuverlässig betäuben.

Videodokumentation: Das Brüllen der Rinder  Angst, Elend, Leid und Horror bei Transport und Schlachtung.

Wer hier gelassen reagiert, entwürdigt sich selbst.